Pressestimme zum Stück Die drei Eisbären

Quelle: Die kleine Zeitung vom 1986-12-10
Die kleine Zeitung vom 10.Dezember 1986 U. Christof Eiserne Junggesellen und versalzene Suppen WÜRZBURG. (uc) "Ein Weib ist in jedem Alter zu fürchten". Das ist die einhellige Meinung der drei Haldenegger-Bauern, die allein mit der alten Wirtschafterin, dargestellt von Barbara Dell, ihren verwahrlosten Hof bewohnen. Nach einem Schwur, den die drei Brüder abgelegt haben, darf nämlich keiner von ihnen heiraten.Das ist die Ausgangssituation in dem Lustspiel "Die drei Eisbären", das die Laienspielgruppe der Dompfarrei im Kolpinghaus aufführte. Als der Viehhändler Anthuber, gespielt von Norbert Steinert, dem Hof doch eine Bäuerin verschaffen will und meint, dass das Leben ohne eine Frau doch wie eine ungesalzene Suppe sei, bekommt er vom Bauern Peter Haldenegger prompt die Antwort "Besser eine ungesalzene als eine versalzene Suppe!".Lacherfolge wie diese durchzogen das ganze Stück und kamen beim zahlreich erschienenen Publikum gut an. Als die drei eingefleischten Junggesellen dann noch ein Kind in der Muttergottesnische ihres Bauernhofes entdecken, verändert dies schlagartig ihr Leben.Der Pfarrer, der um Rat gefragt wird, schickt den drei Bauern nämlich eine junge Magd, dargestellt von Michaela Janocha, die die drei Grantler mühelos um die Finger wickelt. Durch eine weibliche List kommt schließlich alles zu einem guten Ende und der Hof erhält endlich eine Bäuerin.Das Lustspiel von Maximilian Vitus fand großen Anklang beim Publikum, das "seinen" Schauspielern begeistert applaudierte. Die Laienspielgruppe der Dompfarrei (Regie: Rolf Düchting) mit den drei Bauern, dargestellt von Wolfgang Endres, Peter Buschkühl und Peter Werner, zeigte viel Engagement und Humor.Um den Bestand der Gruppe, die nun schon seit 18 Jahren ihre Fans erfreut, auch weiterhin zu sichern, wird Nachwuchs gesucht. Interessierte, die Spaß am Laientheater haben, sollten sich an Peter Buschkühl oder an Herbert Klühspies wenden.